Sprint Retrospektive

In der Sprint Retrospektive blickt das Scrum-Team auf den letzten Sprint zurück und erarbeitet Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsweise des Scrum-Teams.

Was ist die Sprint Retrospektive?

Das letzte Scrum-Ereignis eines Sprints ist die Sprint Retrospektive. Für einen einmonatigen Sprint wird hierfür eine Obergrenze von drei Stunden angesetzt. In diesem Termin blickt das Scrum-Team auf den/die letzten Sprint(s) zurück und erarbeitet Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsweise des Scrum-Teams. Es nimmt das gesamte Scrum-Team teil.

Regeln

In meinen Retrospektiven vereinbare ich mit dem Team folgende beiden Regeln:

Oberste Direktive:

„Egal was wir heute erkennen, wir sind fest davon überzeugt, dass alle Beteiligten zu jedem Zeitpunkt nach bestem Wissen, Gewissen und Kenntnissen gehandelt haben.“

Vegas-Regel:

„Was hier im Raum mit den Teilnehmern gesprochen wird, bleibt in diesem Raum und bei diesen Teilnehmern.“

Diese Regeln unterstützen eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre. In jeder Retrospektive wiederhole ich zu Beginn diese Regeln, auch wenn die Teilnehmer die Regeln schon aus vergangenen Terminen kennen.

Phasen der Retrospektive

1. Begrüßung:

Zu Beginn der Retrospektive erklärt der Scrum Master das Ziel des Termins sowie die Rahmenbedingungen und die Regeln.

2. Gesprächsklima schaffen:

Nachdem der Rahmen gesetzt ist, soll ein vertrauensvolles Gesprächsklima geschaffen werden. Die Teammitglieder sollten dabei den Fokus aus ihrer täglichen Arbeit nehmen. Es empfiehlt sich daher kurzzeitige Aktivitäten mit dem Team durchzuführen, in denen jeder Teilnehmer etwas sagen muss.

Tipp:
Lass‘ jeden Teilnehmer bereits zu Beginn des Termins reden. Teammitglieder, die nicht zu Beginn des Termins sprechen, setzt stillschweigend voraus, dass sie auch im restlichen Meeting nicht reden müssen und bleiben still.

3. Daten sammeln:

Im nächsten Schritt blickt das Team auf den/die letzten Sprint(s) zurück. Dabei soll ein gemeinsames Bild bzw. Verständnis entwickelt werden, wie die Ereignisse und Gegebenheiten in der Vergangenheit waren. Die Daten dazu sollen ohne Bewertung gesammelt und erfasst werden.

4. Einsichten erzeugen:

Nachdem das Team ein gemeinsames Bild geschaffen hat, werden die gesammelten Daten sondiert, analysiert und interpretiert. Dabei hilft es nach Mustern Ausschau zu halten und die Ursache für Gegebenheiten zu finden.

5. Entscheidungen treffen:

Gegen Ende der Retrospektive liegt der Fokus darauf, dass das Team Maßnahmen identifiziert, die es im nächsten Sprint umsetzen kann, um eine Verbesserung der Zusammenarbeit zu erreichen. Dabei ist es sinnvoll sich auf eine (wenige) Maßnahme(n) zu konzentrieren.

6. Abschluss:

Am Ende der Retrospektive wiederholt der Scrum Master die beschlossene(n) Maßnahme(n) zur Verbesserung der Arbeitsweise des Teams.

Tipp:
Füge die Maßnahme(n) zum Sprint Backlog hinzu. So ist/sind die Maßnahme(n) während des gesamten nächsten Sprints sichtbar.

Ich empfehle am Ende des Termins eine Retrospektive der Retrospektive zu machen und zu identifizieren, was in der Retroapektive gut lief und was kann verbessert werden.

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